mit dene schüssle ischs wie mit de spätzle: wenn se durch sen komme se wieder ruff
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der zweite tag

Nach einer viel zu kurzen nacht beginnt unser erster kompletter tag in taizé. Kurz vor seche wird (unfreiwillig) ein lagecheck vorgenommen. Fakt 1: wir frieren nicht so sehr wie befürchtet. Fakt 2: auf dem gelände ist es relativ ruhig. Fakt 3: relativ ist relativ. Fakt 4: es regnet nicht.
Ein weiterer versuch zu schlafen scheitert. Deshalb gehen wir für unsere verhältnisse verdammt früh zähneputzen. Das bad ist warm und das wasser kalt. Aber danach geht es uns bedeutend besser. Die jungs entschließen sich ebenfalls zum zähne putzen. Langsam erwacht der restliche zeltplatz. Bei vielen ist aufbruchstimmung. Es ist ein sonniger tag, noch ein wenig frisch und die vögel zwitschern. Das frühstück besteht bei s. aus müsli ohne löffel. Es geht, aber man muss es nicht nachmachen. Der rest bekommt ein weckle, butter, marmelade und kaba, wie immer aus trinkschüsslen. Wir beschließen, am mittag einen löffel für s. mitzunehmen. Danach ist gottesdienst. Die jungs vergnügen sich an silencio-schildern, was sofort fotografisch festgehalten wird. Der gottesdienst ist sehr schön, wenn man davon absieht, dass 90% auf französisch abläuft und er katholisch ist. S. geht trotzdem zum abendmahl. Nicht ohne bedenken. Nach dem gottesdienst verabschieden wir judith und gehen zum arbeiten. Wir sind in el abiodh eingeteilt, der krankenstation. Feststellung: in el abiodh kann keine sau deutsch, was wir auch schon feststellen, als wir milch für s. holen. Und da sollten wir arbeiten? Aujeh. Aber es geht alles gut, auch wenn wir eine stunde englisch mit barbara und carolina reden, während wir ihnen helfen. Danach gibt’s die einladung zum mittagessen, was mit zwei vorläufigen meal-tickets fürs mittagessen endet. Aus was besteht das mittagessen? Fakt 1: aus zu wenig, würden böse zungen behaupten. Was noch erwähnenswert ist: wir haben beim essen ausgeben geholfen („food-distribution" und allerlei leute gesehen. Achja: aus was das essen besteht: kartoffelbrei, ein stück brot, frischkäse, ei und ein kleiner kuchen. Als nächstes steht auf der tagesordnung: freie zeit. Wie? Was? Freie zeit? Ja, eine ganz neue erfahrung für uns. Und was macht man in seiner freien zeit? Ganz einfach: ab zur quelle in st. Etienne. St. Etienne, der „garten“ von taizé, ist wohl das idyllischste fleckchen erde, das es gibt. Hochmotiviert, mit schulzeug bewaffnet, sitzen wir am bach und lassen die füße ins wasser baumeln. Manche meinen sich austoben zu müssen und rennen über die wiese. Nach einer foto-session ist es auch schon wieder zeit zu gehen. Zum offiziellen empfang, wo wir endlich mal unseren aufenthalt bezahlen können. Eine sehr chaotische sache, aber zum schluss haben wir auch arbeit: abwasch. Zusammen mit peter, bernhard und den waldshuter mädels. So, und wie vertreibt man sich die zeit bis zum abendessen? Mädels gehe natürlich shoppen =) wir kaufen keramik-schalen, schwarze taizé-kreuze, das liederbuch und natürlich postkarten. Die werden natürlich auch gleich geschrieben und eingeworfen bevor es abendessen gibt. Es gibt – nein, keine spätzle, aber immerhin schonmal linsen. Bissel zermatscht halt, so dass en löffel völlig reicht. Wir ham echt das gefühl die ham gar kein anderes besteck. Nach ner runde katholen-evangolen-krieg und wir-bewerfen-kili-mit-keks-und.orangen ists bald zeit fürs abendgebet. Die 10 minuten stille jedes mal sind wunderbar. Kaum zu glauben, dass so viele leute so lang so ruhig sein können. Wir bleiben noch ein bisschen ehe es, typisch, ins oyak geht. Dieses mal ist dort fast nix los. Wir schließen bekanntschaft mit badenern. Ein lustiges volk. Schnell ist halb zwölf und wir lassen den tag in der kirche vor dem kreuz ausklingen. Die mädels kommen erst nach ner stunde wieder raus, die jungs halten ned so lang durch. Krigen dafür aber mit wie s. mal wieder über gewisse zeltschnüre flucht. S leben isch scho unfair. Die nacht ist angenehm warm, nicht zu kalt. S. hat heute nacht besser geschlafen als gestern. Das muss natürlich unbedingt erwähnt werden. Isch ja klar. Auch die umliegenden zelte unserer kleinen zeltstadt schlafen sehr gut und sehr lang. Weisheit des tages: vertraue nie einem katholiken. Entstanden, als zwei katholiken meinten, sie wüssten einen anderen weg von der quelle nach oben zu den zelten. Naja, so sind se halt die katholiken. Und dann auch noch jungs... schlimm, schlimm... aber wir mögen sie ja trotzdem, sind ja ganz liebe kerle...


14.6.07 18:08
 


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