mit dene schüssle ischs wie mit de spätzle: wenn se durch sen komme se wieder ruff
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taizé III - die zusammenfassung

zu beginn stellten wir uns allen nachbarn vor: bayern, mit denen wir uns anfreundeten (weil sie eine 10-personen-luma hatten), badener, von denen sich einer als BB (=badischer bösewicht) entpuppte, da er uns das spülen am abend verschwiegen hatte. es stellte sich heraus, das eben jener aus marxzell kommt und am 3.10. seine BBB (=bildhübsche badner braut) heiraten wird. die grenze zwischen unserem schwäbischen grundstück und dem badischen feindesland bestand in diesem falle nur aus einer wäscheleine, die auf seiten der badener durch zeltschnüre überschritten wurde. ganz nach dem motto "unsere freundschaft auf alle menschen ausdehnen" boten wir ihnen die mitnutzung unserer wäscheleine an, worauf die badener stets eingingen.
des weiteren freundeten sich zwei franzosen mit uns an: arthur und paul, wobei erwähnt werden muss, dass arthur kein wort deutsch verstand un ein paar mitglieder unserer reisegesellschaft kaum/kein französisch. auch jonas konnte bis zuletzt nicht begreifen, dass arthur  ihn wirklich nicht versteht, wenn er ihn auf deutsch zugetextet hat. lustig wars trotzdem:"fuchs du hast die gans gestohlen" "trulla trulla trulla" (was die franzosen aber eindeutig falsch verstanden) waren zwei lieder, die sie danach perfekt konnten^^
vor allem drei mitglieder unserer gesellschaft tauschten untereinander mit den drei bayern beliebig schlafplatz, schlafsack und schuhe.. dafür gabs dann minuspunkte bezüglich der anstandsskala. ein exemplar bereitete besonders kopfzerbrechen, ward aber bald nicht mehr gehört. (silence^^)
im oyak wurde gegen ende unseres aufenthalts noch bekanntschaft mit mainz geschlossen. -> lisas alter schwimmfreund lacht komisch süß/witzig ;-)
und war weniger spülbegeistert als alle anderen freunde, denn die meisten konnten wir schnell von der freude des washing-ups überzeugen =) dabei ist noch ein gewisser fabian aus gaggenau zu erwähnen: der spülfreund, der immer gern geholfen hat und auch weisheiten wie "mit dene schüssle ischs wie mit de spätzle: wenn se durch sen komme se wieder ruff" eingebracht hat. diese weisheit scheiterte allerdings an den roten schüsseln. die begesiterung die er beim spülen an den tag legte war einzigartig und macht seine enttäuschung deutlich, die er erlebte, als er erfuhr, dass wir am sonntag morgen nicht abspülen würden.
über die ersten tage hiwneg fiel auf, dass l. konstant abwesend war, was ihm von einem gewissen jonas den namen l. k. einbrachte, der sich auch durchsetzte.
mittags hatten wir, zusätzlich zum nachmittäglichen und abendlichem washing up, food-distribution, was eines tages besonders amüsant war aufgrund der anwesenheit 250 polnischer soldaten. wir lernten sogar "guten appetit" auf polnisch. "smatsch nego", was wir auch fleißig anwendeten.
bible-introduction hatten wir dieses mal bei bruder sebastian - einem spaßigen gesellen. denn: "gott ist kein kaffemaschine" und wir sollen "die ausgeschlossenen einschließen" des weiteren wäre "rücklichtslos", "you are my therapy" und die seltsame familie von bruder sebastian zu erwähnen (hippies und so^^)
die gruppengespräche fielen unterschiedlich aus. zum teil wurde UNO gespielt, zum teil wurden auch ernsthafte gespräche geführt. und das spontane group-leader sein ist uns auch fabelhaft gelungen^^ außerdem zeigten sich teilweise starke auflösungserscheinungen, weswegen sich die gruppen gegen ende vereinten. zu erwähnen sei auch noch, dass unsere kindergartentante sich nicht entscheiden konnte ob sie uns hasste oder mochte. wir konnten also die ganze woche darüber philosophieren.

vieles wurde jetzt nicht mehr erwähnt... zum beispiel das s. eine nacht ohne schlafsack und mit zwei personen mehr als geplant in ihrem zelt pennen musste^^
oder spülfeind... oder das man nach taizé muss um renninger kennen zu lernen
oder das wir nicht jeden anschauen dürfen
oder das klo putzen sehr witzig sein kann (wisst ihr noch.. der kleine junge und seine mum? "komm raus, hier stehn 10 mädels und die warten nur auf dich"
die unterschiede zwischen einem roten, gelben und blauen schwammtuch^^
eukalyptus
iiirgenwo rennt ein franzose rum dessen einzigstes deutsches wort "servuuuus" ist. danke jonili^^
"alex tanz uns deinen namen"

... und wo ist eigentlich unser erdbeer-kuchen?

steffi am 20.8.08 22:24


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der zweite tag

wir wurden geweckt. zu früh. unsanft. weil irgend jemand einen namen gebrüllt hat. welchen haben wir leider verdrängt.
ein vorteil hat der neue tag. es ist sonnig und angenehm warm. das ist auch nötig weil das wasser beim zähneputzen arschkalt ist.
als wir zum frühstück laufen, befürchten wir schon das schlimmste. die schlange ist ähm... lang^^ aber zum glück fragen uns zwei nette jungs ob wir beim spülen helfen wollen. nett wie wir sind sagen wir natürlich sofort zu. was uns nicht nur einen coolen job einbringt sonder auch frühstück vor allen anderen, ganz ohne anstehen ;-) leider gibt es heute marmelade und keine schokolade.
ansonsten ist in taizé großes abschiedsgeheule zu vernehmen, da heute die nach hause fahren, die schon eine woche hier verbracht haben.

so... hier endet der offizielle reisebericht, da die autorin keine lust hatte schon wieder 30 seiten zu verfassen...
daraufhin erklärten sich zwei andre mädels dazu bereit den bericht zu verfassen, was aber ebenfalls mangels motivation scheiterte.
wenigstens gibt es eine 2,5-seitige zusammenfassung die nun zum besten gegeben wird^^

steffi am 20.8.08 21:57


ode an die freundschaft

verfasst von l. und s.

karen und kathi
die mögen kein basmati
sie hören gern musik
das ist sehr chic

kathi schläft gerne
Und schaut gern in die ferne
karen sorgt sich um ihre fische
und baut ganz gern tische.

genug der poesie
das gedicht ist zu Ende

zusatz von l.:

die kathi spielt gern phase 10
karen liebt es ihr dabei zuzusehn
obwohl sie nicht erfolgreich sind
sie hier beide freude find'
die julia die hört gar ned zu
sie schläft und will nur ihre ruh
die melle die ist auch ned munter
bass auf gleich fällt sie vom sitz herunter.
die lisa ist schwarz-weiß gestreift
sodass sie einem zebra gleicht
ohne tabletten macht sich der markus sorgen
wo sollte er auch welche borgen?
gleich ist der blutdruck schon im keller
mit drei tabletten geht er schneller.
der ferdi der lenkt den bus also ganz gut
des macht uns allen, wegen dem ankommen halt, ganz viel mut
die sonnenbrille schützt ihn vor licht
auch wenn er die deutsche sprache etwas (sehr) bricht.
ich fühl mich von euch total verlacht
obwohl viele gedichte ich hab gemacht

anmerkung der redaktion: s. und s. wurden ausgegrenzt

steffi am 20.8.08 21:52


taizé die dritte: der erste tag

meine damen und herren, herzlich willkommen zur zweiten auflage unseres reiseberichts (nachtrag: nachdem im sommer 07 niemand bock hatte zu schreiben^^)
der anreisetag begann für die ersten von uns, der allgäuer fraktion, um 7:47. welch unchristliche zeit^^ manche sind da erst aufgestanden. die letzten minuten vor der abfahrt sind geprägt von hektischem überlegen. "hab ich alles??" noch immer fragt sich s. warum der rucksack nur 3/4 voll ist. um 11:30 verdoppelt sich die reisegruppe, bestehend aus l. und j., da sie in pforzheim auf s. und m. treffen. gemeinsam reisen sie ins badische ausland (so ganz ohne pass-kontrolle), wo sich unsre reisegruppe noch einmal um die rotensoler fraktion k.,k.,l. und s. verdoppelt.
Am McD treffen wir wieder auf komische Gestalten. Beruhigt, das alles ist wie immer, machen wir uns auf den weg nach draußen. Natürlich bewaffnet mit tüten aus dem restaurant zum goldenen M. Sachte beginnt es zu regnen, was aber kein problem ist, da ein bus mit der aufschrift "taizé" kommt. Wer jetzt denkt, wir steigen ein und die fahrt beginnt.... weeeeeit gefehlt. das wäre ja zu einfach. der busfahrer hat uns nicht auf seiner liste und sagt, dass noch ein zweiter bus käme. fassen wir die folgenden ereignisse kurz zusammen: es regnet stärker, der bus hat eine stunde verspätung, weshalb l. leider verhungern muss. wir sind durchnässt aber die laune ist prima, wenn man mal vom jammernden hochdruckgebiet absieht ;-) doch irgendwann kommt er. der bus. es findet sich auch schnell eine willige person, die das einladen koordiniert. der liebe =)
irgendwann ist auch das letzte gepäck im bus verstaut und eeeendlich gehts los in richtung taizé. nachdem alle wieder trocken waren, konnten sinnige und weniger sinnige gespräche geführt werden. die inhalte werden jetzt einmal zensiert. auch phase 10 kommt zu seinem einsatz. bei phase 6 wird allerdings verzweifelt abgebrochen^^ um 17:20 merken wir endgültig unsere ankunft in frankreich. hässliche weiße kühe "und ein halber TGV, der auf die straße ragt. fazit: in frankreich ist eben alles ein wenig anderster als im gesegneten vaterland" (o-ton l.).
das nachfolgende gedicht bekommt einen extra artikel. (siehe oben)
vorgang an kreuzung, zitat busfahrer:" du käsefresser! das nächste mal keine gnade mehr. einen franzosen weniger"
"franzosen verstehen keine deutsche zeichensprache (winken)"
"lachen ist besser als weinen"
außerdem: "wie lange fahren wir denn noch? reichts für n rosenkranz?"
nach einer sehr lustigen busfahrt kommen wir um 3/4 9 (für den rest der welt: viertel vor neun) eeendlich in taizé an. schnell holen wir das gepäck und gehen in die kirche. natürlich schaffen wir es, genau in die 10-minütige stille reinzuplatzen. glückwunsch auch. leise genießen wir das restliche abendgebet. der rest-abend geht leider ein wenig stressig zu,weil wir noch zum welcome müssen. der zieeeeht sich. aber letzten endes haben wir auch das geschafft, wir haben arbeit, einen zeltplatz und nach längerer diskussion im casa sogar meal-tickets. jetzt hat die sache nur noch einen haken: es ist schon sehr dunkel und wir müssen noch unsere zelte aufbauen. laut einem menschen im orangenen schal sei es noch hell genug. aha, gut zu wissen^^ sagen wirs so, es ist stockdunkel :D
aber auch diese schwierigkeit meistern wir mit links. bis unsere zelte stehn ist es 11 uhr und wir ham noch ne halbe stunde um uns im oyak zu vergnügen. der bär steppt. wir sehen sage und schreibe vier gitarren! l. und j. gehen leider unterwegs verloren und wir sehen sie erst am nächsten morgen wieder. die verbliebenen der interessensgemeinschaft taizé machen sich auf den weg in die kirche, um den abend gediegen ausklingen zu lassen. gegen 1 uhr endet unser erster abend und wir kriechen in unseren schlafsack. zu erwähnen sei noch das geile abendessen (nein das war keine ironie)... löffelgerechte nudeln mit tomatensoße, leicht vermatscht ;-) dazu ein baguette-stückle, n apfel uuuund.... schokopudding =)
abschlusszitat l.: baden sind langsam... zumindest zu langsam für verantwortungsvolle aufgaben in taizé

steffi am 20.8.08 21:47


die kunst des packens :D

so leute, in ner halben stunde gehts für die enz-nagold-platten-fraktion los und wir machen uns auf de weg :D nach unterreichenbach um dort die kulturbahn zu betreten die uns nach pforzheim bringt. dort treffen wir planmäßig um 11.30 auf l. und j., die allgäu-fraktion, die schon ne gute weile unterwegs sind =)
um 12 werden wir in KA sein wo wir irgendwie irgendwo irgendwann auf die rotensoler fraktion treffen *g* ok soweit so gut...

leute... mein rucksack ist nur zu 3/4 voll -.- was hab ich vergessen?????? *krise* 

Steffi am 17.5.08 10:19


TAIZÉ III

SEE YOU TOMORROW
sabrina am 16.5.08 19:27


taizé - die neverending story

wir läuten die dritte reise nach taizé ein^^
heute bricht das reisefieber an 5 orten aus :D
bei l. und k., bei s. und k., bei s. und m., bei j. und bei l.

morgen gehts looooos =)
reisebericht wird fleißig geführt.. hoffentlich...

Steffi am 16.5.08 13:05


randnotizen

alles wissenswerte... wir küren den satz der woche: "we will meet tomorrow and then you give me your e-mail address" ein weiterer anwärter war: "melanie? I don't know melanie"
das osterlicht vom samstag abend wird immer online gestellt... wer mal reinhören will... hier zu finden:
http://www.domradio.com/aprogrammaktuell/taize.htm

taizé hat übrigens die schönsten wolken und die schönsten sonnenuntergänge^^
und den schlimmsten kulturschock gabs in karlsruhe. wir steigen aus, landen mitten in der tgv-einweihung und somit in einem monrose-konzert.... eieieiei

und am 11. august gibts taizé teil 2... denn da verschlägts uns wieder für ne woche ins schöne frankreich zu den weißen kühen ans hinterletzte kaff der zivilisation.
Steffi am 26.6.07 22:42


der neunte tag

er fängt genauso beschissen an, wie der achte aufgehört hat. nämlich sehr laut. das nachbarzelt, 30 cm von uns entfernt ist mal wieder sehr aktiv. schimpfwörter-alphabet wird noch einige male erneut heruntergebetet. zu erwähnen sei, dass die jungs iiirgendwann viel zu früh am morgen gemeint ham sie müssten wecker spielen. sehr nett aber net so früh und auch net wenn wir scho so lang unfreiwillig wach sind *gg* die ignorations-aktion von s. darauf als sie zum zähne putzen ging war dafür auch sehenswert. aber wie gesagt, wir sind einfach zu lieb und zu nett für die welt. wir können ihnen einfach nicht richtig böse sein^^ jetzt gehts also ans packen, wenn wir eh so früh dran sind. die jungs glänzen... ach lassen wir das^^ das übliche eben. so kommts, das die mädels vom evangelischen zelt am schnellsten abgebaut ham und ne dreiviertel stunde vorm frühstück mit ihren sieben sachen fertig gepackt am wegrand sitzen und nix zu tun haben. was macht mer also? den jungs zuschauen wie se packen. da gehts nur leider ned vorwärts und so ist s end vom lied das wir ihnen doch helfen plane und zelt abzubauen. schlussendlich sind wir dann doch ne viertel stunde zu spät beim frühstück. jaja so ists halt nunmal in taizé. aber wir kriegen trotzdem was zu essen. und da sonntag isch, gibts an diesem tag marmelade statt schokolade. nach dem frühstück bringen wir unser zeug zum bus. zitat s.: " ich hab sehr kompakt gepackt" und des ist auch in der tat so. trotz allem stress am frühen morgen kommen wir ausgeruht und pünktlich zum gottesdienst. sonntags-gottesdienste sind zu 90% auf französisch, d.h. wir verstehn halt mal überhaupt nix aber des macht ja nix. nach dem godi müssen wir uns wirklich endgültig von allen verabschieden. tränen fließen. hier will keiner heim. man verabschiedet sich noch so geschätzte zenmal von den leuten und es heißt die letzten minuten und sekunden in taizé zu genießen. von taizé wirds kein abschied für immer so viel steht fest. wir kommen wieder und zwar sehr bald. auch die schönste zeit geht einmal zu ende und es heißt einsteigen. wir winken denen die noch da sind und verlassen die communauté de taizé. und nicht nur die commnauté sondern auch das dorf taizé. es wa eine unvergessliche zeit. und hier endet der reisebericht. wir sind auf dem weg nach hause und nehmen jede menge erfahrungen und erlebnisse und ein lächeln mit nach hause
Steffi am 26.6.07 22:37


der achte tag

unser letzter komplette tag in taizé brginnt ein wenig anderster als die davor. nämlich so: "guten morgen" "morgen... wie spät isch denn?" "öhm.. 20 nach acht" "...WAS??? verarsch mich ned" was ist passiert? die glocken zum wecken haben leider ned geläutet, so sind wir erst aufgewacht, als es zum morgengebet geläutet hat. so schnell waren wir noch nie aus unserem schlafsack draußen vor allem s. zähne putzen wird fürs erste verschoben aufm nachm frühstück, jetzt ist erst mal morgengebet dran. trotz des spontanen aufstehens sind wir erstaunlich fit. auch s. bei ihr könnte es aber auch daran liegen das sie erst mal kaltes wasser vom zelt runter abbekommen hat. ja so wird mer auch wach. morgengebet isch es unser vorletztes und wir genießen es in jeder sekunde. frühstück ebenfalls das vorletzte, aber das letzte mit schokolade.... die werden wir wohl am meisten vermissen. es bleiben noch 10 minuten bis zur bible introduction als wir zurück zum zelt gehen. kommentar nach einem blick auf die uhr: "es ist 10 vor 10 d.h. wir haben noch.... 20 minuten bis zur introduction" aha :D bei den zelten fällt unser blick erstmal auf die jungszelte. keiner hat ans aufräumen gedacht und so sind klamotten und ähnliches nachts natürlich baden gegangen und sind dementsprechend batschnass... ein phänomen, jeder aufm zeltplatz hat des bedacht nur die ned^^ wird natürlich fotografisch gleich festgehalten. inzwischen sind wir bei 212 bildern. in der bible introduction hats heut n seehr stranges thema. die ersten vier kapitel im genesis sind abgeschlossen und so werden wir heute mit städten im alten testament beglückt. gibts eigentlich irgend  n thema worüber n bruder ned ewig viel sagen kann? zum abschluss erzählt eine gruppe aus israel von jüdischen traditionen und singt mit uns ein jüdisches lied. manchmal könnte man echt meinen, in taizé kann jeder singen... auch in der kleingruppe macht sich abschiedsstimmung breit. wir reden mal wieder alles mögliche nur ned zeugs was die fragen betrifft. kühe ist bei uns n sehr beliebtes thema^^ gegen ende tauschen wir mail-adressen und das kurzfristige chaos macht sich breit bis jeder jede mail-addy hat. die zettelrunde kriegen wir aber recht schnell in den griff. zum abschluss werden noch gruppenfotos gemacht. jo wir waren echt ne coole gruppe =) das mittagsgebet ruft und wir gehen in die kirche. die jungs glänzen schon wieder durch abwesenheit. immoment haben wir uns an diesen zustand gewöhnt^^ unser letztes mittagsgebet. der abschied aus taizé rückt immer näher und wir können ihn nicht aufhalten. vieeel zu schnell ist das gebet vorbei und zum letzten mal ruft die arbeit. wir sind nicht gerade begeistert beim gedanken daran das es s letzte mal isch. t. und s. liefern sich nochmal ne wasserschlacht. die letzte vorerst... nach m washing up bleibt und wieder vieeel zeit zum gammeln in der heißen sonne frankreichs. es ist abartig warm. uns ziert einen wunderbaren sonnenbrand. wo man auch hingeht, es ist viel zu warm. denken ist
unmöglich. s. zieht sich zur quelle zurück. s. bleibt aufm zeltplatz. nach
einem kurzen nickerchen aufm zeltplatz in der sonne (man muss ja seinen sonnenbrand pflegen) geht die suche nach einem schattigen plätzchen los. landet schließlich in der exposition zum shoppen. dort hat sie eine unglaubliche begegnung. tatsächlich: l. und k. stehen wahrhaftig vor ihr. ach dann leben die also auch noch. wir reden kurz, ehe wir auf nicolas treffen. die jungs reden alle ganz angeregt auf französisch. naaa toll^^ und ebenso plötzlich wie s. se getroffen hat, sin se au scho wieder weg. s. setzt sich auf ne bank am wegrand, endlich ein schattiges plätzchen! bücher werden gelesen und reisebericht geschrieben. sie versucht ihn auf den aktuellen stand zu bringen was ihr nach langem kampf auch endlich gelingt. zeit vergeht und bald kommt s. von der quelle zurück. wir reden a weng ehe t. an uns vorbeischlendert und uns schier übersieht. aber dann gesellt er sich doch noch kurz zu uns und wir labern u.a. über bands. große freude, endlich ein mensch hier der make up your mind und crushead kennt. nach einer weile bricht t. wieder auf und auch wir begeben uns richtung abendessen. an der schlange läuft uns ein aaarmer bedürftiger kerle (namentlich: k.) übern weg und wir bringen ihm schließlich s essen mit damit sich jener arme kerle in d schatten setzen kann. wir sind einfach zu nett für diese welt. kann das mal bitte jemand bestätigen?^^ dafür gibts zum abendessen was feines. nudeln (feine nudeln^^) und vor allem schokopudding! wieso gibts des eigentlich ned immer? ich hab mich noch nie so über nen schokopudding gefreut wie in taizé. so werden wir s essen auf jeden fall in guter erinnerung behalten... zumindest die 50% von uns dies essen durften. beim abendgebet sitzen wir für unsre verhältnisse relativ weit vorne. jenny und sky ganz in unsrer nähe und nebendran fraktion holland. zum einen ist dies unser letztes abendgebet und zum andren auch noch osterlicht. taschentücher werden gezückt, die jetzt auch bitter nötig sind. das gefühl, das einen überkommt wenn man zuschaut wie das licht vorne entzündet wird und dann durch die ganze kirche wandert bis alle kerzen brennen.... es ist unbeschreiblich. ja, so muss sich glaub ich weltfrieden anfühlen *g* aber eigentlich kann mers gar ned beschreiben wie so vieles in taizé. vermutlich isch auch der versuch gescheitert mit diesem reisebericht taizé zu beschreiben. aber der versuch war gut^^ man muss taizé einfach mal erlebt ham. auch diese stimmung wenns richtung abschied geht und viele in d kirch sitzen und einfach heulen... s. lässt sich an diesem abend von nem bruder nen segen zusprechen und ein gebet sprechen... die brüder, und auch die schwestern in el abiodh sind einfach die strahlen so ne hammer ruhe aus, des tut einfach gut. und des macht auch nen wichtigen teil von taizé aus.... tausende leute und trotzdem diese ruhe... auch mal erlebt haben muss mer, wenn innerhalb 10 minuten stille dreimal s gleiche handy klingelt. sowas isch echt richtig böse. und trotz allem bleiben wir an diesem abend recht lange in der kirche. lassen uns in der atmosphäre treiben.... genau wie danach im oyak... auf große party ham wir kein bock also lassen wir einfach alles auf uns wirken und sitzen aufm boden vorm großen zelt. um halb zwölf beseitigen wir noch den drunken sailor und den drunken lars und den drunken johannes und wie se alle heißen und gehn in d kirche. da ists überraschend voll und von den jungs fehlt, weniger überraschend, jede spur. irgendwann sehn wir sie schließlich in der kirche verteilt sitzen, liegen, whatever. die kirche isch an diesem abend ganz dunkel bis auf de altarraum. mer erlebt so die zeit gleich nochmal intensiver. problem: es isch dunkel, besinnlich, mer kann sich hinlegen, es isch schon spät und der tag war anstrengend. folge: ständig hört mer irgendwelche leut schnarchen. echt witzig^^ aufgrund müdigkeit geht s. schon um 1 und s. schon um halb zwei in d schlafsack. nichts ahnend was die nacht bringen würde^^ sie war... beschissen und doch ganz interessant und lustig. es wurde mehrmals das schwäbische schimpfwörter-alphabet von a bis z heruntergebetet. eigentlich geschätzte tausend mal.... was war passiert? nachfolgender bericht sollte eigentlich komplett zensiert werden, das wörtchen "komplett" wurde hierbei dezent überhört. aber zur beruhigung: auch so isch genug zensiert *g* die nacht begann damit, dass irgendwelche verrückten in den baracken ihre musik sehr laut aufgedreht ham. also ned nur sehr laut sondern richig böse laut. wie soll mer denn da schlafen? gar ned, richtig^^ aber wir sidn ja in taizé, da gewöhnt mer sich an alles. auch an sowas. schlaf also doch noch möglich? neeeein leider nicht. denn im katholischen nachbarzelt auf der ökumenischen plane, 30 (!!!) cm vom evangelischen zelt weg ist die hölle los. und zwar kein flüstern, neee *g* unterhalten in zimmerlautstärke und lachen in zehnfacher zimmerlautstärke... auch ein paar waldshütler erleben so eine "leicht" gekürzte nacht. der rest wird zensiert, details sind bei allen beteiligten zu erfahren^^ leider kann man nicht so genau sagen wann dieser tag endet denn er geht nahtlos in den nächsten tag über.
Steffi am 26.6.07 21:03


der siebte tag

draußen ist es nass. sehr nass. aber wenigstens regnet es nicht. und wir sind müde. sehr müde. aber wie immer schaffen wir es pünktlich zum morgengebet^^ s. grübelt immernoch über kommunion/abendmahl, aber da schon freitag ist, wird nichts geändert... des passt schon.
kaum zu glauben das schon freitag ist. die meiste zeit in taizé ist also schon rum... zum frühstück gibts wie immer weckle (brötchen^^), butter, schokolade und kaba bzw. tee. wir sitzen unter den glocken und, oh wunder, oh wunder s. kann jetzt eeeendlich dieses klatsch-und-becher-rumdreh-spiel... wenn das kein grund zur freude ist. monatelang hatte s. davor schon versucht des ding zu lernen aber irgendwie hats nich so ganz geklappt. jetzt also endlich... dank taizé *g* nach dem frühstück gibts den gleichen stress wie jeden tag. man gewöhnt sich da mit der zeit wirklich dran. wenn wir jetzt plötzlich morgens zeit hätten wärs erstens komisch und wir zweitens sicher total verwirrt^^ aber trotzdem ist heut nicht ganz stress angesagt... wir nehmen uns den morgen (also die kleingruppenphase) frei um endlich mal n bissl zeit für uns zu ham. selbst bei so vielen leuten wie in taizé ist es möglich, zeit in der stille und vor allem auch alleine zu verbringen. pünktlich zum mittagsgebet finden wir uns mal wieder in der kirche ein. ach wenn man dort nur ewig bleiben könnte... aber ne, mittags wird man zur arbeit gedrängt die einem förmlich entgegenbrüllt... aber will ja ned klagen, abwasch in taizé macht sooo brutal spaß! nachmittags setzen wir unseren besinnlichen tag von morgens fort und besuchen u.a. die krypta, die unter der kirche ist. dort hängt ein richtig stylisches buntes kreuz! während unserem kurzen aufenthalt in der krypta hören wir taizé-typische gesänge. wir versuchen sie zu lokalisieren und landen schließlich in der kirche, wo grad das einüben der gesänge stattfindet, das man nachmittags freiwillig besuchen kann. es hört sich richtig klasse an da die gesänge bewusst mehrstimmig geübt werden. gänsehaut-feeling *g* wir fassen de entschluss, am nächsten tag nochmal zu kommen aber gleich gesagt: es bleibt beim entschluss fassen... da es so warum ist, beschließen wir zu duschen. in der zeit bekommt auch ein geiwsser goldfisch aus russland seine haare geglättet. da wird natürlich schnell d foto gezückt um dieses ereignis festzuhalten. an diesem tag haben wir auch ein erfolgserlebnis zu verkünden. wir machen jemanden aus b.'s kleingruppe ausfindig. zufällig beim essen-anstehen. und auch nicht irgendjemand, nein wir finden die kanadierin =) auftrag ausgeführt bleibt da nur noch zu sagen. goldfisch vladimir ist nicht der einzigste, der an diesem tag fotografisch festgehalten wird. auch c. erwischt es, als er gerade auf nem kirschbaum sitzt. als wir mal wieder nachmittags in der sonne vor unserem zelt sitzen passiert unglaubliches. wir schließen bekanntschaft und freundschaft mit dem nachbarzelt. also das links von uns^^ k. kriegt die krise als er das erfährt. aber ein gewisser nico darf sich sogar auf s.'s t-shirt verewigen. es entsteht der satz: "wenn ich von dem ding jetzt erschlagen werd, will ich in taizé begraben werden. sogar als evangelischer schwob" auf dem weg zum abendessen verewigt sich noch en holländer aufm t-shirt. seither steht "flying dutchman" drauf. das essen ist nicht so erwähnenswert. höchstens das es kartoffelbrei gibt. mit fisch. wir leben heut fleischlos (fischfleisch ist kein fleisch? aha^^) weil heute freitag ist. wir erinnern uns: in taizé wird jeden freitag und samstag ostern gedacht, mit gebet vor dem kreuz und osterlicht entzünden. das abendgebet ist heute sehr berührend. es ist immerhin das vorletzte abendgebet. erste gedanken an den abschied tauchen auf und es fließen einige tränen. wir wollen noch nicht nach hause, soviel steht fest. es sind nicht die letzten tränen die fließen, aber noch haben wir ja einen tag vor uns, den gilt es zu genießen. nach dem abendgebet gehts ganz klassisch ins oyak (wohin auch sonst?^^) und es ist erstaunlich: schon wieder keine kreisspiele und nichts... die ersten verabschiedungen werden getätigt. der gewisse bayer fährt am nächsten morgen, das heißt in der küche wirds beim spülen wieder ruhiger *g* die zweite pfingstwoche 08 ist schon vorgemerkt. wer weiß ob wir uns wieder sehen. unsre jungs sind (mal wieder *g*) nicht auffindbar. wir schließen den abend im oyak mit dem knoten. natürlich international. es entstehen einge sehr intressante fotos. die südkoreaner gehn ganz schön ab bei dem spiel... vieeel zu schnell ist halb zwölf und wir laufen zur kirche. dort ist noch relativ viel los, da an diesem abend das gebet vor dem kreuz ist. das kreuz liegt dabei auf dem boden und es stehn zwei kerzen drauf. wer möchte kann direkt am kreuz beten und dabei seine stirn aufs kreuz legen. nach mitternacht, als es auf 1 uhr zu geht, leert sich die kirche dann doch relativ schnell. man will ja schließlich tagsüber fit sein. die letzte aus unserem zeltdorf ist (mal wieder) s. um halb drei wird schnell noch sms verschickt und dann schnell in den schlafsack gekrochen. wieder ist ein tag in taizé vergangen und wir nähern uns unweigerlich dem ende.
Steffi am 17.6.07 21:40


der sechste tag

es ist donnerstag. und es ist fronleichnam. der beginnt mal wieder mit viel zu knappem aufstehen. man könnte sich glatt dran gewöhnen. vor allem da es eh noch läutet wenn wir in die kirche laufen. in taizé braucht man eigentlich keine uhr. ne halbe stunde vorm gebet läuten die glocken um den zeltplatz zu wecken. da isch es dann dreiviertel acht. für nicht-schwaben: viertel vor acht. und zum gebet um viertel neun (viertel nach acht) läutet es nochmal. ebenso zum gebet mittags. halb eins. und schließlich zum abendgebet um halb neun. so nun zurück zum tag. die üblichen verdächtigen (k., l., s. und s.) sind "ein wenig" müde aber wie gesagt, es ist normal. so wie immer halt^^ das morgengebet: wie immer: wunderbar. wenn wir schreiben, es ist wie immer heißt das nicht, das es langweilig und öde ist. sowas gibt es in taizé einfach nicht! taizé ist immer toll. aber das die gesänge zum beispiel soo schön,etc. sind muss man ja nicht immer extra schreiben. das frühstück war ebenfalls wie immer. immer recht wenig^^ und wie immer: schokolade zum frühstück. während der bible introduction hält s. ein kurzes nickerchen. die müdigkeit ist einfach stärker als alles andere. und wie gesagt, langeweile gibt es in taizé ned. unsere kleingruppe ist allgemein sehr müde und die fragen finden irgendwie alle komisch. keiner weiß was, keiner kann denken, jeder ist müde. so beschließen wir also, einen spaziergang zu machen. wir verlaufen uns auch ned mal auf dem weg nach st. etienne zur quelle. fragen lassen wir fragen sein. stattdessen reden wir über alles mögliche andere. an einem etwas altersschwachen steg halten wir. in die konstruktion haben wir einfach kein vertrauen. wir reißen witze darüber. dabei entstehen etliche fotos. die stimmung und atmosphäre ist sehr schön, doch auch diese zeit geht viel zu schnell vorbei. wir laufen über die brücke wieder hoch zur communauté. dabei ergibt sich folgende konversation zwischen s. und s.: "und was isch wenn dia brück jetzt eischtürzt?" "ach was des tut se ned" "aber was, wenn doch?" "des tut se erscht, wenns regnet. aber d kili isch jo do, un wenn der do isch, regnets ned" aha. jetzt wiss mer des auch^^ das mittagsgebet ist mal wieder viel zu kurz. zumindest gefühlt. und da das wetter nicht ganz so gut ist, verzichten wir danach sogar auf die wasserschlacht beim abspülen. keiner wurde nass, was richtiger rekord ist... stattdessen haben wir fleißig gespült und ein lied nach dem anderen gesungen. nicht nur taizé-lieder... alles mögliche querbeet. country roads und s pony-lied vom oyak waren auch dabei. den nachmittag verbringen wir in der exposition. der verschobene frustkauf vom tag davor wird nachgeholt. s. kauft nen anhänger und s. kauft: (achtung aufzählung^^): ein poster, mit dem kreuz abgebildet, das in der kirche ist, ein jahresbegleitbuch von frere roger und ein bänkle. man könnte grad meinen, s. wandert aus. das ist natürlich nicht so, sie bleibt brav wo sie ist. schnell wird alles ins zelt gebracht um sich dem gemütlichen teil des nachmittages zu widmen: ausruhen und entspannen. wir tun dies unter einem baum in der nähe unsrer zelte. schon bald gesellen sich einige münchnerinnen dazu. s. ist zu warm, sie geht duschen. derweil dürfen die münchnerinnen das t-shirt signieren. um fünf brechen wir zum el abiodh auf um uns bei den schwestern über das zwei-tägige schweigen und einen mehr-monatigen aufenthalt in taizé zu informieren. zum schweigen wohnt man in einem extra haus im nachbardorf. wir beschließen, die entscheidung auf ein ander mal zu vertagen, da wir ja nur eine woche und dann auch zum ersten mal da sind. die schwester ist total nett und erklärt alles sehr ausführlich und geduldig. über das volunteering lässt sich nachdenken, vielleicht nach dem abi =) wir kriegen die wichtigsten infos schriftlich. und auf deutsch! es geht doch nix über ein nützliches handout... zurück zum zelt, folgendes gespräch: "hey beinahe hättet ihr uns los gehabt, wenn wir zum schweigen gegangen wären" "ja aber des könnt ihr doch ned machen wenn wir hier sind" :D ja richtig^^ wir schwätzen noch ein wenig und gehen dann zum essen. es gibt was ganz tolles, leckere nudeln. die sind so gut, des muss extra erwähnt werden... von den katholen werden wir netterweise ausgeschlossen^^ so essen wir eben wo anderst. lässt man die aber einmal aus den augen passiert folgendes: "hallo ich heiße vladimir, komme aus russland und bin ein goldfisch. blubb" das war der liebe michi^^ seither ruft s. ihn vladimir oder blubb... udn er hört auch drauf :D im nachfolgenden abendgebet is die stille extrem unruhig, es klingelt sogar ein handy... s. lässt sich von einem bruder einen segen zusprechen was ein sehr schönes, ergreifendes erlebnis ist. bevor wir ins oyak gehen quatschen wir noch mit unsrer gruppenleiterin tabea. und eigentlich hätten wir auch noch viel länger mit ihr reden können denn im oyak ist absolut nichts los. die jungs treiben sich weiß d geier wo rum und so gehen wir danach alleine in die kirche. lange bleiben wir auch nicht, "nur" bis kurz nach eins. als wir zum zelt kommen, die überraschung: alle jungs schon da. wir reden kurz, da fängt es plötzlich an zu regnen. schnell kümmern wir uns um die klamotten, die verstreut rumliegen und verkriechen uns in die zelte. da wir nicht wissen ob unser zelt dicht bleibt, packen wir alles vorsorglich in die rucksäcke. im zweifelsfall hätten wir die dann bei de jungs zwischengelagert^^ die wissen zu dem zeitpunkt noch nix von ihrem glück. aber zum glück bleibt s zelt dicht, und s zeug trocken. der abend endet für unsere verhältnisse recht früh und wir schlafen sehr gut!
Steffi am 16.6.07 16:13


der fünfte tag

der heutige tag steht ganz im zeichen des abschieds. wir müssen b. nach hause lassen. mal wieder schaffen wir es grade so zum morgengebet. aufstehen während der tiefschlaf-phase ist halt schon hart. aber wir geben unser bestes und irgendwie schaffen wir es ja immer rechtzeitig in die kirche. auch wenn die zehn minuten stille morgens sehr hart sind. es erfordert jede menge konzentration hier nicht wieder einzuschlafen. das frühstück danach bietet eine kleine abwechslung. statt butter gibt es ein zweites stückle schokolade. willkommen in taizé *g* inzwischen sind wir alle auch einigermaßen ausgeschlafen. das ist auch bitter nötig, denn die bible introduction ist sonst nicht zu packen. auch auch das meistern wir und die kleingruppenphase im anschluss ist richtig cool. die fragen sind ganz okay. so ergibt sich en gutes gespräch, sogar s. sagt was^^ anschließend werden noch unterschriften für s.'s t-shirt in der kleingruppe gesammelt. so kommen wir also zum nächsten tagesordnungspunkt: dem knurrendem magen nach zu urteilen zum essen aber wir sind in taizé deshalb heißt knurrender magen= gebet... b.'s letztes gebet vor der abreise. doch auch das endet irgendwann mal und man hört die arbeit schon rufen. da werden eigentlich nur s. und t. nass, der rest ist entweder nicht da oder hält sich zurück. als wir nass genug sind wird ein friedensvertrag geschlossen und sogar eingehalten. wenn das nicht toll ist. sehr sehenswert ist auch das anschließende putzen der washing area. es werden schrubber und abzieh-dinger verteilt und ein grooooßer eimer putzwasser auf dem boden ausgeleert. und dann wird das wasser einfach in die schächte geschrubbt. einfach, schnell, effektiv und spaß macht es auch noch. ja so putzt man in taizé. nicht nur die washing area sondern auch die essensausgabe, sämtliche flure und klos. wär mal ne idee für daheim^^ wasser ausleeren und putzen... nach dem schaffen gibts für die mädels ein recht lustiges erlebnis. die jungs schreiben postkarten. wir fotografieren solang s taizé-t-shirt und schreiben reisebericht ("ich bin konstant bei vorgestern. so wie gestern" was des erlebnis so lustig macht? die jungs diskutieren jeden satz bestimmt zehn minuten aus ehe er hingeschrieben wird... eieieiei. und wehe man fragt was, da hat man dann nen entnervten blick abbekommen... für b. ist es zeit zu packen. wir hüpfen so lang noch kurz unter die dusche um seinen abschied nicht zu verpassen. beinahe vergisst b. die busfahrkarten an l. zu geben^^ aber die beiden kriegens schließlich doch gebacken. wir machen eins auf arbeitsteilung, jeder organisiert noch kurz was ehe es heißt "time to say goodbye" kurz noch mail-addy aufschreiben und gute wünsche verteilen. wir kriegen den auftrag, auf die jungs aufzupassen und schließlich ist er weg... wa warens nur noch fünf. sehr traurig. da müssen die mädels erstmal "frust"-shoppen... s. kauft sich d brief aus taizé, bzw. sie abboniert ihn. da es sich mit frust ned gut shoppen lässt, wirds auf de nächste tag verschoben. wir gammeln noch ein wenig rum und gehen schließlich zum abendessen. löffelgerechte matsche aber sehr lecker. das ist echt erstaunlich in taizé. man kann wirklich alles immer essen. mit gefüllten mägen gehts zum abendgebet. wie immer läuft alles sehr besinnlich ab, die kerzen sind einfach nuuur schön. von den liedern kennen wir inzwischen die meisten und das heft brauchen wir fast nicht mehr. uuuund wieder gehts anschließend ins oyak. so rein theoretisch... bis wir dort sind dauerts nämlich noch, weil l. und k. einfach ned fertig werden. wir liegen in der zwischenzeit vor der kirche und schauen wolken an. die sehen alle aus wie zeugs was sich mit afrika in verbindung setzen lässt. afrika als kontinent, löwe, elefant, afrika und europa zusammen, nen drache und und und. endlich sind die jungs fertig und wir brechen zum oyak auf. und ehe man schauen kann sind die jungs wieder verschwunden :D na toll^^ trotzdem wirds ein netter abend. um 11 "feiern" wir 100-stündiges kennen mit l. und k. zur sicherheit wird nochmal nachgerechnet, aber es sind wirklich 100 stunden. kaum zu glauben. so lang halten wirs schon mit denen aus... vieeel zu schnell ist schon wieder halb zwölf und wir gehen in die kirche. des gibt dieses mal was extrem längeres. vermutlich der lustigste abend den wir in taizé haben. zuerst einige gesänge und andächtige stille, also wie immer. noch ahnt keiner wie der abend ausgeht *g* schnell leert sich die kirche (ist halt schon spät^^) bis auf die, die mal wieder eingeschlafen sind. ist wirklich keiner mehr wach? doch zwei katholen und zwei evangolen halten immernoch die stellung^^ namentlich: k., l., s. und s. wir haben alle n bissl hunger und so gibts noch nen mitternachtssnack. genauere einzelheiten sind bei den beteiligten zu erfragen. es sei noch zu erwähnen das man schlafende in der kirche spätestens dann wachkriegt wenn man "heaven is a wonderful place" singt... naja eher schmettert... es war nicht grad leise gesungen :D schlussendlich waren wir vier dann
doch alleine in d kirche... wir haben viel spaß an dem abend, es war noch tausendmal cooler als man es je könnte beschreiben. schließlich verschlägts uns doch noch in die zelte, da gehn wir aber nicht hin ohne ne runde nightguard zu spielen. komischerweise sind wir bei unsren zelten relativ laut und keiner aus den umliegenden zelten wird wach. bis wir im schlafsack sind, ist es drei uhr und ein weiterer tag in taizé ist vergangen.
Steffi am 16.6.07 13:52


der vierte tag

s. ist ein wenig müde (ein wenig...) und so kommen wir gerade noch rechtzeitig zum morgengebet. überraschung, mal wieder mit knurrendem magen. der wird dann beim frühstück ruhig gestellt. was es gibt, isch neme sooo erwähnenswert, s übliche halt... danach der gleiche stressige morgen wie immer. bible introduction mit bruder john. ist sehr anstrengend, theoretisch und abstrakt, aber der bruder isch wenigstens nett... der aufmerksame leser weiß natürlich sofort, was nach bible introduction kommt. die kleingruppen-phase. die fragen dort sind dieses mal echt strange. wie die introduction eben^^ und dann des alles auch noch auf englisch... des ist echt cool in taizé. sehr internationale atmosphäre. kaum sind wir mit der kleingruppe fertig gehts zum mittagsgebet. dieses kommt uns von mal zu mal kürzer vor, obwohl es immer gleich lang geht. auch jetzt bleibt es stressig, denn die arbeit ruft. und dieses mal ists richtig nass. ein gewisser bayer packt den wasserschlauch aus und s. hat zwei sekunden später nasse klamotten. wie auch immer der bayer heißt (nachtrag: vogi^^), er ist bayern münchen fan, des gibt symathie-punkte. auch die anderen sind in wasserschlacht-stimmung und so wirds nen feucht-fröhliches arbeiten. wenn wir das zuhause erzählen... aber danach haben wir ja wieder viel zeit zum ausruhen, faulenzen und vor allem mal wieder trocken legen. da ein teil, ein großer teil, arbeiten muss und s. sich ein wenig hinlegen möchte, brechen die übrigen (namentlich: s., b. und p.) auf, um das dorf taizé und das grab von frere roger anzuschauen. wer jetzt glaubt, das grab sei zentral in der communauté, üppig und auffällig (ok zugegeben wir haben irgendwie n bissl dran geglaubt), hat weit gefehlt. das grab ist schlicht und unauffällig, bei den gräbern der anderen brüder und rein gar nix weißt darauf hin das er der gründer der communauté de taizé ist. die dorfkirche gleich daneben ist ganz im stil von taizé: schlicht. es riecht nach nassem lehm, die kirche ist klein, und es gibt keine fenster oder verzierungen. wir verbringen einige momente in der stille dort, bevor wir weiter durch taizé bummeln. sehr weit kommen wir allerdings nicht, denn eine breite mauer kreuzt unseren weg und lädt zum gemütlichen zeitvertreib ein. auch im dorf taizé herrscht friedliche stille. es ist atemberaubend. wir haben perfekte aussicht auf weiße (und somit hässliche^^) kühe. p. legt sich hin und döst ein wenig; b. und s. reden. und reden. und reden. und ähm.. reden. irgendwann geht p. zurück zur communauté und kurz darauf kommen s. und k. wir erinnern uns: s. hat sich hingelegt. erst entspannt, dann die wellness-dusche genossen, schließlich auf k. getroffen. und nun sind sie hier. wir sitzen zu viert auf der mauer und wieder wird geredet. und geredet. und geredet. über mathe-studenten... und k.'s stressige wochen. die zeit rennt und nach einer weile verlässt uns k. so wird also b.'s letzter tag sehr gesprächshaltig. denn jetzt wird diskutiert. über alles mögliche. unsere kirchen-laufbahnen und unterschiede zwischen evangelischer und katholischer kirche. die diskussion hat es in sich *g*es ist interessant, darüber ganz entspannt zu diskutieren, auch wenn man keine einigung erzielt (vor allem beim thema frauen nicht^^) aber darauf kommts ja auch gar nicht an. spontan beschließen wir, das spülen beim tee ausfallen zu lassen, da wir dorteh nur gelangweilt rumstehen und nichts zu tun haben. nur der hunger aufs abendessen treibt uns irgendwann wieder hoch. wir lassen uns gegenüber der essensausgabe und der washing-up-area nieder. ganz interessant dem treiben zuzuschauen und zu wissen, juhu mal nicht selber arbeiten. aus was das essen besteht? naja so wie immer halt: hauptsache löffelgerecht^^ es wird viel gelacht und komisches zeug gelabert, immerhin haben wir inzwischen recht viele insider. die werden uns wohl noch sehr sehr seeeeeehr lange denken. das abendgebet macht wie immer nen tollen abschluss der gebets-sessions den tag über. nur dieses mal halten wir irgendwie gar nicht lange durch. b. bleibt noch länger, ist ja immerhin sein letzter abend. schon bald treffen sich alle im oyak. der bär kann also steppen. ist schon lustig wie man so langsam immer mehr leute mit namen kennt. tja was erlebt man so im oyak? socken-in-die-hose-gangster zum beispiel :D da macht sich schnell kopfschütteln breit. oder irgendwelche kreis-spiele, mit den üblichen verdächtigen... unter anderem c., t., m., t., p., s., a., der make-up-your-mind-fan aus lörrach und viele viele mehr. muskelkater von laurenzia ist schon vorprogrammiert. viel zu schnell ist halb zwölf und wir stehen im dunkeln. das licht geht aus. nach allgemeinem rumgeschreie gehts in die kirche. dieses mal sind wir richtig viele, was zu ner großen unruhe führt. s. flieht irgendwann entnervt nach vorne zum kreiz um wenigstens einige momente stille zu haben. wir verbringen noch einen wunderbaren abend zusammen, ehe die letzte (nennen wir sie doch einfach mal s.^^) um halb vier die kirche in richtung zelt verläßt...
Steffi am 16.6.07 10:48


der dritte tag

wir haben alle sehr lange geschlafen. auch das frühmorgens aktive zelt vom tag davor. was unser glück ist. vor dem frühstück ist morgengebet. macht sich natürlich sehr gut mit knurrendem magen. komischerweise macht das in taizé niemandem was aus. ja, in taizé ist halt vieles ein wenig anderst als daheim. zum frühstück gibts, typisch taizé,- schokolade! dafür nur noch ein kleines weckle (brötchen^^) und butter. der knurrende magen schweigt die nächste halbe stunde. gut gemacht. dann, ein neuer tagesordnungspunkt. das treffen, mit bible introduction und anschließender kleingruppe. wir sind sehr international mit nem belgier, nem ami aus georgia, chinesischer abstammung, nem afrikaner aus uganda und nem engländer aus london. der rest, natürlich, deutsch.unsere gruppe ist sehr strange, auch von den ansichten her, aber eigentlich kann uns in taizé nichts mehr schocken. der vormittag und mittag ist voller programm. um 12 gibts das erste tellerwäscher-treffen. wir werden kurz eingewiesen und gehen dann zum mittagsgebet. das kommt uns sehr,sehr kurz vor. aber die zeiten in taizé sind halt auch n bissl anderster. muss man erlebt haben. essen gibts so nebenher weil wir abspülen und müllsäcke wechseln müssen. abspülen ist ne sehr, sehr nasse angelegenheit. wasserschlachten sind vorprogrammiert. aber so macht das arbeiten sehr viel spaß. und wieder kommt ein ungewohnter tagesordnungspunkt. freie zeit bis um fünf. wir springen kurz unter die dusche. ja mal wieder ein kleines bissle wellnes. schöne sache. endlich wieder fit gehts an die quelle, den sonnigen nachmittag und das kalte wasser zu genießen. s. schreibt am reisebericht weiter. zwei gewisse jungs schmeißen steine und so wird der reisebericht immer nasser. schon bald ist fünf und es heißt wieder arbeiten. zumindest so rein theoretisch. wenn die komplette mannschaft vom mittagessen-abspülen auch beim tee antanzt... dann gibts einfach nichts zu tun. b. scheint das geahnt zu haben, er jedenfalls lässt sich viel zeit, bis er zum arbeiten erscheint. auch p. trint erst mal nen tee. so ist das arbeiten es nicht wirklich wert, weiter ausgeführt zu werden. nach kurzem zwischenstopp in der exposition, wo es allerdings sehr voll ist, gehts zum zelt. aber: alle jungs ausgeflogen. na prima, wo stecken die denn schon wieder? p. ist kurz da und geht dann duschen. und wir sind wieder alleine. ganz alleine? für endgültig? neeein, nach kurzer zeit kommt b., der den rest ebenfalls sucht. so setzen wir uns ins gras, reden und machen strange fotos. endlich taucht auch mal d rest auf. schon bald gibt es einen sehr lustigen tagesordnungspunkt: theater. im benachbarten zeltdorf kracht ne stange und das mädelszelt fällt zusammen. unsere kavaliere tun ihr bestes (oder so^^) nach einiger zeit ergibt sich folgendes bühnenbild: hauptrolle: das kaputte zelt. weitere rollen: die zeltbewohnerinnen. nebenrolle: ein netter kerl, der versucht, das zelt wieder aufzubauen. im zuschauerraum: jede menge leute, die das geschehen gespannt und aufmerksam verfolgen. chips werden herumgereicht und fotos geschossen. die zeit vergeht so wie im flug und schon bald ruft das abendessen. wir verlassen den ort des geschehens um unseren hunger zu stillen. als obst sind heute wieder orangen dran. ansonsten erwähnenswertes: nicht viel, außer das wir bekanntschaft mit mädels von d alb raaa schließe. werden natürlich sofort gebeten, sich aufm t-shirt zu verewigen. d. allerdings labert und labert und labert komische sachen^^ und irgendwann sind die mädels weg. voller stolz wird uns jetzt ein bild vom flying dutchman gezeigt, was die jungs wirklich toll gemalt haben *g* was folgt aufs abendessen? genau, abendgebet und das übliche treffen am silencio-schild. will net wissen wie oft wir schon fotografiert wurden. zu erwähnen sei auch noch, dass es sehr interessant aussieht, wenn ein gewisser l. über zeltschnüre knallt. und nach dem ersten schock konnte man auch drüber lachen. das abendgebet ist dieses mal a bissl für d katz. wir haben großen gesprächsbedarf und irgendwie hat das abendgebet so keinen sinn. aber was solls, muss auch mal sein. irgendwie hat jeder so n bissl n tief; k. ist so genervt, dass man meinen könnte, er hat seine tage... aber trotzdem hatten wir an dem abend viel zu lachen. michi war so gestresst, dass an dem abend vermutlich jede menge nerven flöten gegangen sind. ausgeklungen ist der abend mal wieder in der kirche, wo wir bis um eins noch gesungen haben. natürlich lieder aus taizé...
Steffi am 16.6.07 09:40


der zweite tag

Nach einer viel zu kurzen nacht beginnt unser erster kompletter tag in taizé. Kurz vor seche wird (unfreiwillig) ein lagecheck vorgenommen. Fakt 1: wir frieren nicht so sehr wie befürchtet. Fakt 2: auf dem gelände ist es relativ ruhig. Fakt 3: relativ ist relativ. Fakt 4: es regnet nicht.
Ein weiterer versuch zu schlafen scheitert. Deshalb gehen wir für unsere verhältnisse verdammt früh zähneputzen. Das bad ist warm und das wasser kalt. Aber danach geht es uns bedeutend besser. Die jungs entschließen sich ebenfalls zum zähne putzen. Langsam erwacht der restliche zeltplatz. Bei vielen ist aufbruchstimmung. Es ist ein sonniger tag, noch ein wenig frisch und die vögel zwitschern. Das frühstück besteht bei s. aus müsli ohne löffel. Es geht, aber man muss es nicht nachmachen. Der rest bekommt ein weckle, butter, marmelade und kaba, wie immer aus trinkschüsslen. Wir beschließen, am mittag einen löffel für s. mitzunehmen. Danach ist gottesdienst. Die jungs vergnügen sich an silencio-schildern, was sofort fotografisch festgehalten wird. Der gottesdienst ist sehr schön, wenn man davon absieht, dass 90% auf französisch abläuft und er katholisch ist. S. geht trotzdem zum abendmahl. Nicht ohne bedenken. Nach dem gottesdienst verabschieden wir judith und gehen zum arbeiten. Wir sind in el abiodh eingeteilt, der krankenstation. Feststellung: in el abiodh kann keine sau deutsch, was wir auch schon feststellen, als wir milch für s. holen. Und da sollten wir arbeiten? Aujeh. Aber es geht alles gut, auch wenn wir eine stunde englisch mit barbara und carolina reden, während wir ihnen helfen. Danach gibt’s die einladung zum mittagessen, was mit zwei vorläufigen meal-tickets fürs mittagessen endet. Aus was besteht das mittagessen? Fakt 1: aus zu wenig, würden böse zungen behaupten. Was noch erwähnenswert ist: wir haben beim essen ausgeben geholfen („food-distribution" und allerlei leute gesehen. Achja: aus was das essen besteht: kartoffelbrei, ein stück brot, frischkäse, ei und ein kleiner kuchen. Als nächstes steht auf der tagesordnung: freie zeit. Wie? Was? Freie zeit? Ja, eine ganz neue erfahrung für uns. Und was macht man in seiner freien zeit? Ganz einfach: ab zur quelle in st. Etienne. St. Etienne, der „garten“ von taizé, ist wohl das idyllischste fleckchen erde, das es gibt. Hochmotiviert, mit schulzeug bewaffnet, sitzen wir am bach und lassen die füße ins wasser baumeln. Manche meinen sich austoben zu müssen und rennen über die wiese. Nach einer foto-session ist es auch schon wieder zeit zu gehen. Zum offiziellen empfang, wo wir endlich mal unseren aufenthalt bezahlen können. Eine sehr chaotische sache, aber zum schluss haben wir auch arbeit: abwasch. Zusammen mit peter, bernhard und den waldshuter mädels. So, und wie vertreibt man sich die zeit bis zum abendessen? Mädels gehe natürlich shoppen =) wir kaufen keramik-schalen, schwarze taizé-kreuze, das liederbuch und natürlich postkarten. Die werden natürlich auch gleich geschrieben und eingeworfen bevor es abendessen gibt. Es gibt – nein, keine spätzle, aber immerhin schonmal linsen. Bissel zermatscht halt, so dass en löffel völlig reicht. Wir ham echt das gefühl die ham gar kein anderes besteck. Nach ner runde katholen-evangolen-krieg und wir-bewerfen-kili-mit-keks-und.orangen ists bald zeit fürs abendgebet. Die 10 minuten stille jedes mal sind wunderbar. Kaum zu glauben, dass so viele leute so lang so ruhig sein können. Wir bleiben noch ein bisschen ehe es, typisch, ins oyak geht. Dieses mal ist dort fast nix los. Wir schließen bekanntschaft mit badenern. Ein lustiges volk. Schnell ist halb zwölf und wir lassen den tag in der kirche vor dem kreuz ausklingen. Die mädels kommen erst nach ner stunde wieder raus, die jungs halten ned so lang durch. Krigen dafür aber mit wie s. mal wieder über gewisse zeltschnüre flucht. S leben isch scho unfair. Die nacht ist angenehm warm, nicht zu kalt. S. hat heute nacht besser geschlafen als gestern. Das muss natürlich unbedingt erwähnt werden. Isch ja klar. Auch die umliegenden zelte unserer kleinen zeltstadt schlafen sehr gut und sehr lang. Weisheit des tages: vertraue nie einem katholiken. Entstanden, als zwei katholiken meinten, sie wüssten einen anderen weg von der quelle nach oben zu den zelten. Naja, so sind se halt die katholiken. Und dann auch noch jungs... schlimm, schlimm... aber wir mögen sie ja trotzdem, sind ja ganz liebe kerle...


sabrina am 14.6.07 18:08


die ankunft und der erste abend

es regnet. doch das scheint in taizé egal zu sein. mit jubelrufen und klatschen werden wir empfangen. erster eindruck: überwältigend. wir werden in einen raum gebracht und eine wahre informationsflut stürzt auf uns ein, die wir leider nicht ganz verarbeiten können. zwischendurch dürfen wir essen holen. das erste essen in taizé. viel zeit dazu haben wir nicht, so bleibt jede menge zurück- aber immerhin wissen wir jetzt, wofür die schüsseln sind. nein, nicht fürs obst, sondern fürs wasser. nach einer wanderung übers gelände heißt es zelte aufbauen und nicht allzuspät in den gottesdienst zu kommen (anmerkung: es regnet immernoch!) der zeltaufbau ist... interessant. aber schließlich stehen die drei zelte, der weg zwischendrin gespickt mit stolperfallen. wir sind nur noch zu siebt, einer ist barackenschläfer. den sammeln wir ein und es geht in unseren ersten taizé-gottesdienst. wir könnten versuchen, ihn zu beschreiben, aber es würde es nicht treffend beschreiben wie er wirklich ist. die kirche ist groß, schön, geheizt, randvoll, man sitzt, liegt, kniet auf dem boden. wer will zieht die schuhe aus. in taizé wird samstags das osterlicht entzündet. die atmosphäre ist einfach nur schön. nach dem osterlicht gehts ins oyak. hier trifft man sich um spaß zu haben. und das haben wir auch. für viele ist es der letzte abend, die stimmung ist ausgelassen. kontrastprogramm. unsere suche nach einem nicht-deutschen schlägt leider fehl. ok wir gebens ja zu, wir sind einfach zu schüchtern. viel zu schnell kommt die nachtruhe. s. und zwei jungs lassen den tag in der kirche ausklingen, der rest geht schon ins zelt. dort haben wir bald lustige begegnungen mit night-guards. die zeltschnüre erfüllen ihre aufgabe. tjaja das leben eines night-guard ist hart und ungerecht.
Steffi am 14.6.07 18:05


der tag der anreise

nach einer sehr kurzen nacht wird ein letztes mal die warme dusche aufgesucht, bevor wir an den rand der zivilisation aufbrechen. letzte sachen werden gepackt, es gibt ein frühstück und los gehts.
10:40 s. erreicht die eyachbrücke und wartet...
10:45 ...und wartet...
10:49 ... und wartet... panik macht sich breit. die schranken senken sich
10:49:58 der rest trifft ein. aufatmen bei s.
10:50 der zug fährt ab.
In ihm: zwei fesche schwobamädle und vieeeel gepäck. das chaos macht sich breit. es dauert einige zeit, bis es uns möglich ist, fahrkarten unser eigen zu nennen.
11:10 wir erreichen problemlos pforzheim
nach einer gewissen zeit der orientierung wechseln wir das gleis. leider hatte uns vor der großen reise niemand gesagt, wie schmerzhaft das tragen eines großen rucksackes sein kann. dementsprechend schmerzten unsere schultern.
11:30 wir fahren weiter nach karlsruhe. diese fahrt verläuft sehr unkompliziert; es kamen uns erinnerungen an einen gewissen 8. juli. doch das ist eine andere geschichte und gehört nicht hierher.
11:53 wir erreichen ohne passkontrolle das badische ausland. karlsruhe. jetzt ist erstmal fast-food angesagt. wir schleppen das ganze gepäck zum restaurant zum goldenen M quer durch den bahnhof. am restaurant treffen wir auf sehr komische gestalten. nach der stärkung laufen wir wieder quer durch den bahnhof zum bus. schnell ist klar: wer hier mit rucksack und gepäck rumläuft, fährt nach taizé. wir lassen unser gepäck einladen und telefonieren nach hause. inhalt: wir sitzen in frankfurt fest. reaktion: schock. pünktlich um 13 uhr fahren wir ab. die busfahrt gestaltet sich sehr interessant. sudoku, reiseberichtsbeginn, zwischenstopp in lahr. flieger gesehen. lange schlange vor dem frauenklo, gummibärchen. nach einer halben stunde geht es weiter. gut gelaunt fahren wir der französischen grenze entgegen. s. isst salzstängle und gummibärchen, s. isst brit, apfel und banane. wir wiederholen physikalische formeln und deklinieren und konjugieren lateinische wörter. in der zwischenzeit befinden wir uns "mitten" in frankreich. t-shirt ist
beschriftet. konversation geführt. 3 stunden später: 30 mins pause auf einem rastplatz irgendwo in frankreich. s. und s. haben eine begegnung mit der französischen sprache an der kasse. schlange auf dem frauenklo. dann ein ungläubiger blick ins kühlregal: cola-dosen. giftgrüne gummibärchen. die spinnen, die franzosen. wir fahren weiter. noch zwei stunden bis taizé. konversation. reisebericht weiterschreiben. wir stellen fest: in frankreich gibt es NUR hässliche kühe. urige dörfer. kurz vor taizé schließen wir bekanntschaft mit 6 jungs. wo se herkommen? wir wissen es nicht mehr. aber: es gibt gemeinsamkeiten... zöliakie, physik 4-stündig, fahrt im gleichen zug. coole sache.
steffi am 14.6.07 17:58


ein tag davor

der tag stand unter dem zeichen der großen pack-session. letzte klamotten wurden gebügelt. die berge vervollständigt. es wird ausgewählt, welche rucksäcke und taschen nach taizé mitdürfen. das projekt "probepacken" beginnt. erfolge sind zu verkünden: alle klamotten passen auf anhieb rein. aufgrund dessen wird spontan beschlossen: "älles bleibt wos isch" (zitat einer person, die nicht namentlich genannt werden möchte. wir nennen sie einfach mal s.). omas essensvorräte werden geplündert. trockenfrüchte. will ja keiner in taizé verhungern. vor allem s. s.´s befürchtung: "nass, kalt, hunger". bei s. werden am abend verabschiedungen getätigt (anmerkung: nicht alle s. entsprechen der gleichen person). ihr werden gute ratschläge mit auf die reise gegeben. auch s. erhält gute ratschläge: braun werden!
zum letzten mal vor der großen reise wird das warme, weiche, kuschlige bett benutzt.
Steffi am 14.6.07 17:33


zwei tage davor

die gemeinsame shopping-tour steht an. auf dem nicht-vorhandenen einkaufszettel stehen: picknickkorb, mascara, stulpen, schmuck, handtasche. jener mascara findet sich nachher im reisegepäck einer gewissen steffi wieder, die dazu genötigt wurde mit dem kommentar: "jetzt hasch d mascara debei, jetzt ko dir nix meh passiere" kosten: 10 euro^^ der rest des nicht-vorhandenen einkaufszettels bleibt daheim.
Steffi am 14.6.07 17:28


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